Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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frage ich nichts nach ihrer Freundſchaft! aber es liegt mir daran, daß man in der Welt ſage: Der Ball bei Murville war prächtig, nichts hat gefehlt, Alles war im neueſten Geſchmack.. die Geſellſchaft muß ihn ungemein viel gekoſtet haben!.. Du begreifſt wohl, daß dies Ehre verſchafft, man hält mich für außerordentlich reich, und ich erhalte mehr Geſchäfte, als ich nur haben will... Wähle nur eine recht ausgeſuchte Toilette und ziehe recht viele Brillanten an. Sie ſind zwar nicht ſo ſchön, als ich es wohl gewünſcht hätte; aber bald hoffe ich Dir eine ganz neue, herrliche Garnitur zum Geſchenk zu machen. Lieber Freund, Du weißſt ja wohl, daß mir nichts daran liegt, Deine Liebe allein.. Es iſt ſchon ſpät, geh' und kleide Dich an.

Der Augenblick iſt gekommen, wo die Gäſte ſich einfinden. Zwiſchen neun und zehn Uhr füllt ſich der Hof mit Wagen und Fußgängern(denn auch bei den größten Bällen gibt es letztere), man drängt ſich auf der Hausflur; die Kutſcher fluchen, ein Jeder will der erſte ſein; die jungen Damen in ihren Pelzen und Mänteln ſpringen leichten Fußes aus dem Wagen und erwarten auf den Treppenſtufen die einen ihre Mütter, die andern ihre Männer, um von ihnen in den Saal geführt zu werden. Der junge Zierbengel in einem weiten, mit breitem Sammt ausgeſchlagenen Mantel bis an die Naſe eingehüllt, bietet mit Anſtand einer jungen Dame ſeine Hand an, welche die Angſt vor den Pferden auf dem Hofe von ihrem Begleiter ge⸗ trennt hat; der feine Herr entdeckt nur ein ausdrucks⸗