Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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aber nach einem Jahre glaubte ich es nicht ſchon zu erfahren. Nicht wahr, nun wirſt Du mir wie⸗ der Vorwürfe machen?. Die Frauen können doch nie vernünftig ſein! Ich mache Dir ja keine Vor⸗ würfe, lieber Eduard, gib Geſellſchaften, ſo viel Du willſt, wenn es Dir Vergnügen macht, ich werde mich nicht widerſetzen. Ahl ſo biſt Du liebens⸗ würdig.. O! Du biſt nicht ſo eigenſinnig, wie Deine Mutter!.. Und ich wiederhole es Dir, es iſt ja alles zu unſerem Glücke. Triff alſo die nöthigen Vorkehrungen. Ich habe ſchon Alles beſtellt, einge⸗ richtet, angeordnet, Du haſt nur die Ausführung meiner Befehle zu überwachen.. Schon gut. Aber wovon werde ich mit Leuten ſprechen, die ich nicht kenne? O, ſei deßhalb unbeſorgt!... man

begrüßt ſich, man lächelt jedem zu! Mit Deiner

Grazie, Deinem Verſtand wirſt Du Dich ſchon lie⸗ banswürdig zeigen!.. Ich möchte es für Dich allein ſein. Bin ich Dir denn untreu? Ich bin gewiß ſo vernünftig. Wenn es nur immer ſo bleibt! Fürchte nichts, ich liebe nur Dich.. ich gehe, noch einige Einladungen zu machen, und be⸗ ſchäftige Du Dich indeſſen mit unſerer Geſellſchaft.

Eduard küßt ſeine Frau und geht. Adeline er⸗ kundigt ſich nach Allem, was am andern Tage ge⸗ ſchehen ſoll; ſie iſt über die ungeheuren Koſten, die erfordert werden, im höchſten Grade erſchrocken, aber es läßt ſich jetzt nichts mehr ändern. Nachdem ſie ihre Befehle gegeben hat, beſucht ſie ihre Mutter. Ihr will ſie ihren Kummer anvertrauen, und doch