Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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77 Vorhaben hinderlich; er weiß daher geſchickt den Samen der Uneinigkeit zwiſchen ihr und ihrem Schwiegerſohn auszuſtreuen, und findet das Mittel, ſie zu entzweien, darin, daß er Eduard überredet, eine größere Wohnung zu miethen, um glänzende Abendgeſellſchaften geben zu können. Täglich ſehen ſich die beiden Freunde; ſie bringen einen Theil des Vormittags zuſammen zu, und wenn Murville des Abends ſeine Wohnung verläßt, ſo geſchieht es nur, um irgendwo mit Düfresne zuſammen zu kommen. Eduard kann ohne ihn nicht mehr fertig werden, ohne ſeinen Rath nichts mehr thun und unternehmen!. Wenn aber ſeine Frau eine Meinung ausſpricht oder ſeine Schwiegermutter ihm Vorſtellungen macht, ſo fährt er auf und behauptet, ſein eigener Herr zu ſein, während er doch nur der Spielball deſſen iſt, der ſeinem Geſchmack zu ſchmeicheln weiß. Wunderlicher

Charakter! von Natur ſchwach und halsſtarrig ohne

Grund. Er will Charakterfeſtigkeit zeigen, und von Andern ſich nicht leiten laſſen, und hat doch nicht Verſtand genug, Recht von Unrecht zu unterſcheiden; ſo überläßt ſich Eduard ganz dem Willen deſſen, der ihm insgeheim beſtändig rathet, beharrlich in ſeinen Plänen zu ſein, und wohl weiß, wie man einen

ſchwachen Menſchen behandeln muß, der in ſeinen

Augen nur weiches Wachs iſt, das jede Form an⸗ nimmt.

Adelinens Geſundheit leidet nicht bei den neuen Sorgen, denen ſie ſich hingibt; im Gegentheil er⸗ ſcheinen ihre Züge jetzt noch reizender, ihre Augen