Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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Liebe Adeline, ſchon in den erſten Tagen nach Deiner Verheirathung mußteſt Du Dich des Geiſtes Deines Mannes verſichern, ihn gewöhnen, nach Deinem Willen ſich zu richten; damals war Dir das leicht!... Du haſt aber das Gegentheil gethan!... Ich dachte nur daran, ihm zu gefallen, und wir hatten ja da⸗ mals beide nur einen Willen! aber bald werde ich Mutter werden... Ach! ich erwarte dieſen Augen⸗ blick mit Ungeduld, ich bin überzeugt, daß ſein Kind ihn alle ſeine Ideen von Reichthum und Macht ver⸗ geſſen laſſen wird. Möchte es wahr werden! Der von der Natur beſtimmte Termin rückte immer näher, und Eduard ſah wohl ein, daß es jetzt nicht Zeit zum Ausziehen ſei. Er ſprach alſo nicht mehr von ſeinen Plänen und Adeline glaubte ſchon er habe ſie aufgegeben. Bald darauf wurde ſie von einem niedlichen, geſunden Mädchen entbunden, das ein treues Ebenbild der Mutter war. Eduard wünſchte, Du⸗ fresne ſollte Pathenſtelle bei dem Kinde vertreten, aber Mama Germeuil war entſchieden dagegen; er mußte wohl nachgeben und ſtatt ſeiner ſich mit einem alten, ſehr rechtlichen, geregelten und gemeſſenen Ren⸗

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tier begnügen, der ſeiner Frau Gevatterin drei Schach⸗

teln Bonbons und zwei paar Handſchuhe verehrte, und verſprach, alle Wochen einmal bei der jungen Mama zu eſſen, um ſich nach dem Befinden ſeiner kleinen Pathe zu erkundigen.

Eduard ließ Alles gehen, aber er wartete nur auf die vollkommene Wiederherſtellung ſeiner Frau, um ſeine Projekte auszuführen; im Stillen wünſchte