Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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Sie weiß es nicht, aber ſie mag ihn nicht leiden, ſein Blick macht ſie verlegen; ſie glaubt in ihm einen ge⸗ wiſſen Zwang zu bemerken, den ſie nicht erklären kann; wenn ſie ins Zimmer tritt, ſcheint Dufresne unruhig und verwirrt; er entfernt ſich, wenn Ma⸗ dame Dolban kömmt; er ſchweigt, wenn er zufällig allein mit Adelinen im Zimmer iſt, aber ſeine Augen verfolgen alsdann alle ihre Bewegungen, und haben einen Ausdruck, den ſie nicht ertragen kann.

Einige Tage nach jener Unterredung mit ſeiner Frau kommt Eduard voll Triumph nach Hauſe; ſein Geſicht iſt heiter, ſein Auge ſtrahlt vor Freude.Was haſt Du denn, lieber Sohn, was iſt denn geſchehen, fragt Madame Germeuil, Du ſcheinſt ja ſehr zu⸗ frieden zu ſein? In der That, ich habe auch Urſache dazu. Lieber Freund! Du wirſt unzweifelhaft an Deiner Freude Theil nehmen laſſen. Ja, meine Damen, und ich denke, Sie werden aufhören zu ſagen, daß ich bloßen Chimären nachhänge; durch den glücklichſten Zufall der Welt machte ich vor Kurzem die Bekanntſchaft mit einem ſehr reichen Ausländer, der ſich in Frankreich niederlaſſen will. Er ſuchte in der ſchönſten Gegend der Stadt ein ſehr großes, ſchönes und ganz möblirtes Hotel. Ich ſchaffe ein ſolches an, er beſieht es, iſt ganz entzückt darüber, kauft es und gibt mir ſechstauſend Franken für meine Mühe, und ebenſoviel ſchickt mir der Verkäufer an Proviſion... Nunl iſt das nicht ſchön... zwölftauſend Franken in einem Augenblicke verdient, nicht wahr? O ja, lieber Sohn, aber ſeit drei Monaten biſt Du einem