Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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wenn ich kleine Abendgeſellſchaften... einen kleinen Punſch mit einem Paar Violinen, einigen Ecarté⸗ tiſchen gäbe. O, aber ſprich nicht davon mit Deiner Mutter... Du weißt... ſie iſt ſo ſonderbar.. Ich werde nichts ſagen, lieber Eduard!

Eduard geht ſeinem Geſchäfte nach und Adeline bleibt allein zu Hauſe. Sie läßt jetzt ihren Thränen freien Lauf, denn ſie fühlt es nur zu gut, daß ihr Mann nicht mehr derſelbe iſt. Er liebt ſie ja aber noch, iſt ihr auch nicht untreu; warum denn ſich über eine Veränderung ſo betrüben, die in der Natur liegt und die nichts verhindern kann? Acht Monate Ehe⸗ ſtand haben in Adelinens Zärtlichkeit nichts geändert; ihre Liebe iſt immer noch ſo leidenſchaftlich und unge⸗ ſchwächt wie früher, aber das Herz eines Mannes bedarf der Ruhepunkte: es kann nicht lange mit gleichem Feuer lieben, es ſchlägt heftig und ſteht bald wieder ſtill, es entzündet ſich leicht und erkaltet bald wieder, es iſt kein gleichmäßiges Feuer darin, bei der kleinſten Veranlaſſung lodert es auf und ver⸗ löſcht eben ſo leicht.

Die junge Frau ſagt ſich das Alles, um ſich zu

tröſten; hauptſächlich nimmt ſie ſich vor, ihrer Mutter ihren Kummer zu verbergen; aber ihre Meinung über Dufresne vermag ſie nicht zu ändern: dieſer Menſch erregt in ihr ein widerwärtiges Gefühl, worüber ſie ſich keine Rechenſchaft geben kann. Und doch iſt er artig, galant gegen ſie, und hat nie die Achtung und zuvorkommende Beſcheidenheit gegen ſie aus den Augen. geſetzt; was iſt ihr denn da an ihm zuwider...