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beſchwört Fifine, ihm eiligſt den Garderobeſchlüſſel ihrer Madame zu geben. Das junge Mädchen, ſchalkhaft und ausgelaſſen wie alle Kammerkätzchen, lacht aus vollem Halſe über den beklagenswerthen Zuſtand des Herrn Gerard, und um die Scene noch intereſſanter zu machen, rennt jetzt Madame Roſe herbei und jammert, daß ſie verrathen, entehrt ſei! daß ihr Mann, ein Ungeheuer, ſie vernachläſſige und es mit der Frau des Portiers halte. Unſer Liebestrank hatte Herrn Roſe hölliſch in Flammen gebracht; er kommt nach Hauſe und hofft ſeine Frau zu treffen; dieſe aber hat ſich verſteckt und im Feuereifer erklärt er der fünf⸗ zigjährigen Portiersfrau ſeine unwiderſtebliche Flaume. Das Jammergeſchrei der Madame Roſe, die ganz rabiat war, der Portiersfrau, die ſich ſo ſtellte, der Madame Dubelair, die ſich die Naſe ausreißen wollte, des Herrn Gerard, der ſich den Bauch hielt, und des Herrn Roſe, der über ſeine Tollheit troſtlos war, brachte das ganze Stadtviertel in Aufruhr. Man ſief herbei, frug, ſtieß und drängte ſich; man gab der Madame Roſe Fleur⸗d'Orangeliqueur, der Portiers⸗ frau Eau de Cologne, der Madame Dubelair Aether, Herrn Gerard ein Klyſtier und Herrn Roſe weißen Seeblumenſamen. 4 Als der erſte Lärmen ſich etwas gelegt hatte, be⸗ mühte man ſich, die Urſache ſo vielen Unheils auf⸗ zuſuchen. Jedenfalls mußten magiſche Künſte mit im Spiele ſein. Madame Dubelair verſicherte, ſie habe in ihrem ganzen Leben weder auf der Naſe, nochſonſt wo nur das kleinſte Puſtelchen gehabt, Herr Grard


