Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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lebte ſehr mäßig, und Madame Roſe geſtand trotz ihrer Wuth, daß ihr Mann keiner Frau zu nahe kamme, wenn man ihm nicht etwas in den Kopf ge⸗ ſetzt habe. Die Ereigniſſe mußten alſo ihre geheime Urſache haben. Man erinnerte ſich der Tränke; man vertraute ſich die gegenſeitig geſchehenen Schritte an und das Reſultat war, daß mein kleiner Buckliger für einen Charlatan, Betrüger und Falſchmünzer der Hölle ausgeſchrien wurde, den man vorerſt ins Ge⸗ fängniß werfen müſſe, um ihn an weiteren Teufels⸗ ſtreichen zu verhindern.

Der Adjunkt Roſe ging zum Maire, erzählte ihm den Hergang der Sache und erhielt ſodann die noth⸗ wendigen Polizeibeamten zur Arretirung des Schul⸗ digen. Der alte Advokat verſammelte alle Honora⸗ tioren der Stadt, um mit ihnen zu berathen; ſie theilten ſeine Wuth und meinten, daß ein Schurke, der einer Gerichtsperſon abſichtlich die Kolik beibringe, nicht genug beſtraft werden könne. Madame Dubelair und Madame Roſe brachten alle Frauen in Aufruhr; die erſtere brauchte nur ein Wort zu ſagen; ein Mann, der ſchönen Frauen die Naſe roth und den Teint blaß mache, ſei ein dem Henker verfallener Böſewicht!... Was nun noch den Trank des Herrn Roſe anbelangt, ſo verlangten alle Damen davon einige Tropfen und meinten, in ſo kleiner Doſis ge⸗ genommen, müſſe der Trank hüchſt wohlihätige Folgen

haben.

Alle dieſe Ereigniſſe hatten Zeit gekoſtet; es fing an Tag zu werden, als man den Weg zu unſerer