Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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einen Wundertrank für die Eiferſucht, und die zärt⸗ liche Ehegattin war ſelig, daß ſie in ihrem Gemahl

das längſt erloſchene Liebesfeuer wieder aufs Neue

würde anfachen können.

Mein Buckliger bereitete die Tränke und gab mir den Auftrag, ſie den Beſtellern zu überbringen und ſie mir gleich baar bezahlen zu laſſen. Unterwegs dachte ich, wie ſpaßhaft es ſein müſſe, die Fläſchchen zu ver⸗ wechſeln. Meiner Treu! dachte ich, du mußſt ſehen, welchen Erfolg dies haben wird! Du gibſt der Madame Roſe ſtatt des Tranks für die Eiferſucht den, der verliebt macht, Herrn Gerard dagegen den, der zornig macht und der Madame Dubelair den, der eiferſüchtig macht, ſo muß das jedenfalls komiſche Re⸗ ſultate hervorrufen.

Ich führe meinen Plan aus, übergebe meine Tränke, verſichere die ausgezeichnetſte Wirkung und harre mit Ungeduld auf den Erfolg meines muthwilligen Streichs.

Herr Gerard hatte von Madame Dubelair die Er⸗ laubniß erhalten, ihr unter vier Augen ſeine Aufwartung zu machen. Er erhielt am Morgen den Trank, und um ſich möglichſt mit Verwegenheit und Entſchloſſen⸗ heit zu waffnen, genoß er eine ſtarke Doſis davon; Madame Dubelair ſäumte ihrerſeits auch nicht, von ihrem Wundertrank zu koſten, um ihren Reizen neue Feſtigkeit zu geben, und Madame Roſe hatte einen Theil ihres Fläſchchens ihrem Mann in die Ehotolade gegoſſen.

Du weißſt, mein lieber Sansſouci, aus werben Droguen mein Buckliger ſeine Zaubertränke zuſam⸗