Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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nambulismus verdrehte alle Köpfe; man drängte ſich nach unſerem Rath, unſerer Hülfe; ich konnte dem Verlangen nach Pillen nicht Genüge leiſten und ſelbſt unſere Tränke gingen herrlich ab; da entſchloß ich mich denn, ein Experiment auf eigene Manier zu machen, um Dummköpfe zu prellen.

Ein alter Advokat machte ſeit einiger Zeit einer ſchon ziemlich bejahrten Kokette den Hof, die ſeiner Flamme zwar widerſtand, aber ſeinen zärtlichen Lieb⸗ koſungen nicht ungern Gehör ſchenkte. Die Dame war liſtig; ſie fand ein Vergnügen daran, Leidenſchaften zu erwecken, fürchtete aber, ihre Macht über ihn zu verlieren, wenn ſie ſeinen Wünſchen nachgebe. Beide conſultirten uns, der Advokat, um zu dem Mittel zu gelangen, ſeine Holde zu erweichen, und ſie, um ſich den Zauber zu erhalten, womit ſie ſich ſo viele An⸗ beter ſchuf. Mein Kollege verſprach Herrn Gerard, ſo hieß der alte Geck, einen Trank, womit er ſich auch die kälteſte Frau geneigt machen könne, und der Ma⸗ dame Dubelair ein Mittel, um ihre Reize vor dem Zahn der Zeit zu verwahren.

In dem Hauſe der Madame Dubelair wohnte der Adjunkt des Maires von jener Stadt. Herr Roſe war ein gutes Männchen, aber ſeine Frau beklagte ſich über ihn, daß er ſie zu wenig liebe und gar nicht eiferſüchtig ſei. Sie verlangte daher ebenfalls unſern Beiſtand, die Gleichgültigkeit ihres Mannes zu heilen. Einen Mann nach fünfzehnjähriger Ehe in ſeine Frau verliebt zu machen, war keine kleine Aufgabe. Nichts deſtoweniger verſprach mein Kollege der Madame Roſe