Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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Endlich nahte die bezeichnete Stunde zu unſerer öffentlichen Sitzung heran. Mein Kollege hatte mir alle möglichen Anweiſungen gegeben und meine Rolle mehrmals überhört. Er zog ſein Staatskleid an, den ſchwarzſeidenen Mantel, der ſchlanke Figuren größer, kleine und verwachſene aber noch kleiner macht, und unſer Buckliger ſah darin vollſtändig wie ein Magier oder Zauberer aus, denn dieſe dürfen ja nicht wie gewöhnliche Menſchen gebaut ſein; dazu kam nun noch der falſche Bart und die große bauſchige Mütze, und unſer Gravyraicus befand ſich in ſeinem Ornate. Was mich betrifft, ſo mußte ich eine rothe, mit gelben Sternen überſäete Tunika anziehen, die mein Meiſter für ein Geſchenk des Großmoguls ausgab; ich ſollte dazu noch einen großen Turban aufſetzen; da ich aber ſah, daß mich das Ding nicht gut klei⸗ dete und auch vorausſetzte, daß mich Clairette in dieſem Anfzug ſehen würde, ſo konnte ich mich nicht dazu entſchließen, und mein Kollege mußte ſich damit begnügen, daß ich mir die Haare a la Carl XII. hin⸗ ten überſtrich; das paßte zwar nicht zur Tunika, aber große Geiſter legen auf ſolche Erbärmlichkeiten keinen Werth.

Der Saal war zu unſerer Sitzung eingerichtet; ein großer Zuber mit Waſſer, ein eiſerner Ring, ein Stab von demſelben Metall, Fauteuils für die Kran⸗ ken, Stühle für die Wißbegierigen, Bänke für die Neugierigen und eine einzige Lampe, die nur ein

ſchwaches Licht verbreitete dies war die ganze Einrichtung.