Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

26

Sobald mein Kollege dem Wirth hatte ſagen laſſen, daß der Zutritt geſtattet ſei, ſtürzte die Menge in den Saal. Einige kamen mit vertrauensvollem, Andere mit bangem Herzen, der größere Theil aber aus Neugier; wir hatten viele Zuſchauer, und das war die Hauptſache.

Als alle Plätze beſetzt waren, das Geflüſter auf⸗

gehört und man uns lange genug betrachtet hatte, grüßte Meiſter Gravyraicus die Verſammlung wür⸗ devoll, ſtellte ſich auf einen Stuhl, um von Jeder⸗ mann gehört zu werden, und hielt folgende Rede: Meine Herren und Damen, Sie wiſſen oder wiſſen es vielleicht nicht, daß es in der Natur ein materielles, bisher noch unbekanntes Prinzip gibt, das auf die Nerven wirkt. Iſt Ihnen das bekannt, ſo lehre ich Sie nichts Neues, iſt es Ihnen aber unbekannt, ſo werde ich es Ihnen näher erklären. Wir wiſſen alſo, daß ein ſolches Prinzip vorhanden iſt; vermittelſt deſſelben und in Folge beſonderer Geſetze der Mechanik entſteht eine gegenſeitige Be⸗ ziehung zwiſchen den lebenden Geſchöpfen, der Erde und den Himmelskörpern; hieraus folgt, daß in den thieriſchen Körpern, bemerken Sie wohl, meine Her⸗

ren, in den thieriſchen Körpern und beſonders im

Menſchen ſich Eigenthümlichkeiten vorfinden müſſen, die dem Magnete ganz analog ſind. Dieſer thieriſche Magnetismus nun enthält das Geheimniß, auf alle Krankheiten einzuwirken, und gerade mir iſt es ge⸗ lungen, die Methode ausfindig zu machen, durch die man alle Krankheiten zu heilen im Stande iſt.