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das erſte Mal ſo aufrichtig!... Ach, mein lieber Sans⸗ ſouci, ich war damals noch recht unerfahren! Seit⸗ dem aber habe ich mich überzeugt, daß das Vergnügen deſto geringer wird, je mehr man Erfahrungen macht.
Mein Herr und Meiſter ſchloß die Thüre ab, denn unſere Unterredung mit Clairette durfte kein Unge⸗ weihter hören. Er kam zurück und begann das Ge⸗ ſpräch mit einem ſchallenden Gelächter, worüber ich nicht wenig ſtaunte, während Clairette an ihren Schürz⸗ enden kaute. 8
„Lieben Kinder, ihr ſeid noch ein wenig einfältig, ſagte er endlich; Ihr, mein lieber Jakob, daß Ihr ein junges Mädchen liebt, die morgen nicht mehr an Euch denkt; und Ihr, meine kleine Clairette, daß Ihr an Oexereien glaubt und Euch einbildet, man könne ſein ganzes Leben jung bleiben. Wir ſind keine
Zauberer, mein Kind, und Ihr ſollt uns behülflich ſein, die Narren zum Beſten zu haben, die uns con⸗
ſultiren wollen. Ihr werdet Alles thun, was wir wünſchen, einmal, weil das Euch Gelegenheit ver⸗ ſchafft, viele Perſonen auszulachen, was ſtets ange⸗ nehm iſt, und zweitens, weil wir Euch gut bezahlen werden, ich mit Geld und Jakob mit Liebe; wenn Ihr aber auf unſern Vorſchlag nicht eingeht, ſo ent⸗ zieht Ihr Euch manche Vortheile, die in einer kleinen Stadt ſelten ſind.“
Dieſe Rede ſtellte Jedes zufrieden. Clairette ſah, daß der kleine Bucklige von Allem Kenntniß hatte und nahm lächelnd den Doppellouisd'or an, den jener ihr in die Hand ſchob; ſie war nun ganz die Unſrige.


