Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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des Frühſtücks geklingelt, als der Gaſtwirth ins Zimmer trat und meinem Reiſegefährten ein großes Papier überreichte. Meine Herren, ſagt er mit tiefer Verbeugung:Da iſt die Liſte aller der Perſonen,

die ſich haben einſchreiben laſſen, um Sie dieſen Abend

zu conſultiren. Gut, ſehr gut! ſind die Namen, Titel, Alter und ſonſtigen Eigenſchaften der Perſonen mit bemerkt? Alles, mein Herr. Sehr gut, ſehr gut, geht jetzt und ſchickt mir auf einen Augen⸗ blick Euer Dienſtmädchen Clairette; ich habe ihr wegen heute Abend einige Aufträge zu geben.

Der Wirth' verbeugt ſich wie ein Chineſe, dem ein Mandarin begegnet und entfernt ſich mit der Ver⸗ ſicherung, das Mädchen ſogleich heraufzuſchicken.

Mein Begleiter rollte die Liſte auf; ſie war be⸗ deutend und verſprach viele Proſelyten. Der Bucklige las ſie laut ab und machte ſeine Bemerkungen gerade darüber, als Clairette eintrat.

Die Kleine ſchien etwas verlegen; ſie heftete die Augen zur Erde und ſpielte mit ihrer Schürze; auch ich ward flammenroth und wußte nicht, was ich ſagen ſollte. Clairettens Gegenwart verwirrte mich ganz und gar; ich war furchtbar verliebt, und nach ihren Zärtlichkeitsbeweiſen zu ſchließen, meinte ich daſſelbe

von ihr. Hätte man damals an mich das Anſinnen geſtellt, ich ſolle entweder die Kleine heirathen oder ſie völlig aus dem Sinne ſchlagen, ich glaube, ich hätte ihr ſogleich Herz und Hand angeboten, und ſtehe dafür, was ich empfand, haben ſchon viele junge Leute von meinem Alter empfunden. Man liebt ja