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und mich zu bewegen, nichts ohne ſeinen Rath zu thun; ſo ſagte ich ihm doch nichts von meinem Rendez⸗ vous mit dem jungen Mädchen; er hätte das zu vorlaut, zu voreilig finden können, und um keinen Preis der Welt hätte ich mein erſtes Rendezvous ver⸗ ſäumen mögen.
Meiſter Gravyraicus machte mich ſodann mit dem
Reſultat ſeines Spaziergangs in der Stadt bekannt; er wußte ſchon alle Anekdoten, Intriguen und neueſten Begebenheiten, die Ernennungen, die noch geſchehen ſollten; die Perſonen, die beſonders geehrt wurden, alle Heirathen, die geſchloſſen werden ſollten, kurz, Alles, was im Orte intereſſirte. Das Gute hat eine kleine Stadt, daß man in kurzer Zeit mit allen Neuigkeiten bekannt werden kann; man darf nur Bäcker, Barbier und Obſthändlerin beſuchen.
Mein Begleiter hatte ein ungewöhnliches Gedächt⸗ niß, es erſetzte ihm die Kenntniſſe, wie es ſo vielen Menſchen den Verſtand erſetzt.
Man beſorgte unſer Abendeſſen. Der Wirth kam ſelbſt, den Tiſch zu decken und erwartete unſere Be⸗ fehle; endlich erſchien auch Clairette; ſie war ver⸗ legener als bei ihrem erſten Beſuche; ſie hielt die Augen niedergeſchlagen und gab auf meine feurigen Blicke und das ſarkaſtiſche Lächeln des kleinen Buck⸗ ligen nicht Acht. Ich ſaß wie auf Kohlen; ich fürch⸗ tete ſchon, daß ſie ihren Entſchluß geändert habe; ich war Neuling in verliebten Intriguen und wußte noch nicht, wie liſtig ein weibliches Weſen ihre Ge⸗ danken und Wünſche zu verbergen wiſſe.


