Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

114

zitterte und wurde bald blaß, bald roth; niemals hatte es wohl einen ängſtlicheren Hexenmeiſter gege⸗ ben! ich hatte meine Rolle vergeſſen, und Clairette, ohne es zu ahnen, übernahm ſie ſtatt meiner.

Es iſt auffallend, ſagte das junge Mädchen, der ich ſeit fünf Minuten die Hände drückte, hiedurch werde ich durchaus nicht ſchläfrig. Warten Sie nur, warten Sie nur, das geht nicht ſo eilends... Jetzt müſſen Sie die Augen zumachen. Wie? die Augen ganz zumachen? Ja, das iſt durchaus nothwendig. So! nun ſehe ich aber gar nichts mehr.

lor ſich meine Furchtſamkeit, und ich wagte es, ein Küßchen auf die Lippen meiner niedlichen Schülerin zu drücken; ein noch nie gefühltes Feuer durchſtrömte mich, Clairette ließ ſich küſſen, und flüſterte nur halblaut:Es iſt doch auffallend, hiedurch werde ich durchaus nicht ſchläfrig.

Ich weiß nicht, welches Ende dieſer erſte Unter⸗ richt genommen hätte, wenn nicht mein Meiſter ge⸗ rade in demſelben Augenblick plötzlich ins Zimmer hereingetreten wäre, als ich Clairette in meine Arme drückte. Seine Gegenwart ſetzte mich ſo in Schrecken, daß ich mit einem Sprung am andern Ende des

Zimmers war. Clairette ſchien minder verlegen als

ich; ſie blieb auf ihrem Stuhl ſitzen und ſah mich und den kleinen Buckligen an, wie Jemand, der das Ende eines Experiments erwartet.

Was macht Ihr denn da, mein lieber Tatouos,

Als Clairette mich nun nicht mehr anſchaute, ver⸗