Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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trank gekoſtet, ſich mit dem Gegenſtand ſeines Her⸗ zens unter vier Augen befindet, ſo fühlt er dald deſſen Wirkſamkeit und zweifelt nicht, daß ich ein Zauberer ſei. Ueberdies hat dieſe Miſchung die Eigenſchaft, die Zähne zu verderben; das geſchieht nicht ohne Schmer⸗ zen, und da man im gemeinen Leben Zahnweh Lie⸗ besweh nennt, ſo ſetzt man voraus, daß der, der von meinem Liebestrank getrunken hat und Zahnweh bekommt, verliebt geworden iſt. Von dieſem Zauber⸗ trank verkaufe ich viel, hauptſächlich an Damen; wir müſſen daher einen großen Vorrath haben.

Wir wollen jetzt den Trank vornehmen, der eifer⸗ ſfüchtig macht; ich geſtehe, daß er ein langes Stu⸗ dium und tiefes Nachdenken erforderte; aber ich glaube, er iſt mir vollkommen gelungen. Woher entſteht zu⸗ nächſt Eiferſucht? Aus Verdacht gegen die Treue des Geliebten. Dieſer Argwohn muß eine Urſache haben, denn es beſteht keine Wirkung ohne Urſache; man iſt wohl manchmal ohne Grund eiferſüchtig, aber meiſt ſind Gründe da. Ich calculirte nun, wenn ich den Einen untreu mache, ſo wird der Andere dadurch eiferſüchtig; aber wie will ich den untreu machen, der nichts von meinen Mixturen nimmt?2... Das war es eben, Freundchen, wo es meines ganzen Ge⸗ nie's bedurfte, was ein Dummkopf nie erfunden haben würde, und ich ohne Hülfe mediziniſcher Abhandlungen erforſcht habe. Ich bereite einen Trank aus Sublimat mit verſchiedenen Kräutern gemiſcht, welche auf die Haut wirken. Dieſer Zaubertrank hat die Gabe, die Augen glanzlos, den Teint bleifarbig und die Naſe

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