Ich antwortete nicht, aber ich ſah ſehr gut ein, daß der Bucklichte recht habe; da ich indeſſen Cha⸗ rakterfeſtigkeit beſaß, ſo ſah ich den kleinen Mann mit entſchloſſener Miene an und ſagte:„Nun gut, ſo eſſe ich Kuhfleiſch.“
„Ich ſehe, daß Ihr Muth habt, verſetzte er, wenn ſich jedoch eine Gelegenheit darböte, auf der Reiſe gut zu leben, ſo meinte ich, wäre das ſo übel nicht, und ich kann Euch die Mittel dazu verſchaffen? — Ihr?— Ja, ich!— Nun, und auf welche Weiſe denn?— Das will ich Euch mittheilen; aber damit Ihr beſſer hören könnt und nicht ſo müde werdet, ſo ſetzt Euch hinten auf die Kruppe meines Pferds!— O, das iſt mir ſehr willkommen.“
Ueber den Vorſchlag meines neuen Reiſegefährten ganz entzückt ſpringe ich wie närriſch auf das arme Thier... aber ich glitſche... klammere mich an den Buckel meines kleinen Führers an... falle... reiße ihn mit herunter, und wir liegen beide im Sande, ohne daß das Pferd ſich nur gerührt. Mein neuer Bekannter ſtand ziemlich guten Muths wieder auf und begnügte ſich damit, mir den Rath zu er⸗ theilen, künftig weniger haſtig zu ſein, weil wir nicht immer ſo ſanft fallen könnten. Ich verſprach es. Er hob ſich wieder in den Sattel, ich gabelte mich vorſichtig hinten auf, und als wir beide endlich ſaßen, und es ihm vermittelſt der Peitſche gelungen war, ſeine Rozinante in Schritt zu bringen, fing er
ſeine Rede, die ich ſo ungeſchickt unterbrochen hatte, wieder an.
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