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Als ich vor Poiſſy ankam, hörte ich einen Reiter hinter mir her traben; ich blieb ſtehen und erkannte meinen Bucklichten, der auf einem kleinen hektiſchen Pferde ritt, das er immerwährend mit Sporn und Peitſche antreiben mußte.
Wie er dicht an mir war, hörte er auf mit ſei⸗ ner Peitſche zu knallen und ritt im Schritt, um mir zur Seite zu bleiben. Er begann aufs Neue ein Geſpräch, und da ich allmälig müde wurde und die Kruppe ſogar dieſes dürren Kleppers mir doch ein angenehmes Plätzchen ſchien, ſo war ich jetzt weniger ſtolz und ließ mich mit ihm ein.
„Wo ſoll denn die Reiſe ſo zu Fuß hingehen, mein liebes Freundchen? frug er mich.— Das weiß ich eigentlich ſelbſt nicht recht... Ich will reiſen... die Welt ſehen und mich luſtig machen.— Ihr habt alſo wohl keine Eltern mehr?— O, doch! aber ſie ſind in Paris und wollen, daß ich meine Zeit mit Leſen und Schreiben zubringe; das ward mir zuletzt zuwider und da bin ich davon gelaufen.— Ah, ver⸗ ſtehe!... Luſt zu Thorheiten!... Jugendſtreiche!... O, ich kenne das!... ſo etwas ſieht man jetzt gar häufig... Aber habt Ihr denn zu Euren Reiſen recht viel Geld?— Ich habe noch neun Franken.— Teufel!... da werdet Ihr wildes Kuhfleiſch eſſen müſſen.— Was wollt Ihr mit Eurem Kuhfleiſch? ich habe gebratene Hühner, Aal, Tauben und Enten gegeſſen.— Ja, Ihr habt aber auch fünfzehn Fran⸗ ken verzehrt und mit den neunen, die Ihr noch habt, werdet Ihr keine drei ſolche Mahlzeiten mehr halten.“


