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in einem Dorfe vor einem Wirthshauſe Halt, ging hinein und forderte mit der Anmaßung eines Staats⸗ kuriers mein Mittageſſen. Ich war gut angekleidet, hatte ein offenes, heiteres Geſicht und ließ mein Geld in der Taſche klingen, indem ich mir in der Küche das Beſte ausſuchte. Der Wirth ſah mich an und lachte, ließ mich jedoch machen. Er ſetzte mir ein gutes Mittagsmahl vor und gab mir weißen und rothen Wein. Ein kleines bucklichtes Männchen, das in demſelben Zimmer an einem andern Tiſche ſaß, betrachtete mich ſehr aufmerkſam. Er ſuchte ein Ge⸗ ſpräch mit mir anzuknüpfen und zu erfahren, woher ich käme und wohin ich ginge, aber da ich die Neu⸗ gierigen nie leiden konnte und die Fragen des kleinen Bucklichten mir zuwider waren, ſo ſah ich ihn an, ohne zu antworten, oder pfiff und ſang, während er ſprach.
Als ich ſatt war, frug ich den Wirth, was ich ſchuldig ſei; und der Gauner forderte mir fünfzehn Franken ab. Ich machte ein verteufelt langes Ge⸗ ſicht, bezahlte jedoch und überlegte, als ich das Haus
verließ, daß mein Louisd'or, der nie enden ſollte,
keine zweite Mahlzeit aushalten würde, wenn es mir wieder einfiele, den großen Herrn zu ſpielen. Deer Ort, wo ich geſpeist hatte, und den ich für ein Dorf hielt, war Saint⸗Germain; ich frug nach dem Weg durch den Wald und machte mich wieder auf den Weg; ich unterbrach meinen Marſch nur,
indem ich rechts und links über die Gräben ſprang,
und die Eſel, die mir begegneten, mit Stockſchlägen bediente.


