89
„Ach! da iſt ja endlich Jemand. Holla! alter Freund!“ Der junge Mann geht auf Jakob zu; dieſer öffnet die Augen, erkennt ſeinen treuen Kame⸗. raden, ſpringt auf und läuft ihm entgegen.—„Hal ruft er aus, biſt Du's, mein armer Sansſouci? — Ei, das iſt ja Freund Jakob! beſſer konnt' ich mich nicht adreſſiren... Warte, ich ruhe neben Dir aus, im Schatten Deines Nußbaumes; unter einem Faß Burgunder wär's mir freilich lieber... aber was hilft's, man muß mit allem zufrieden ſein.— Immer der Alte, Freund Sansſouci... immer luſtig, immer fidel!— O, was das betrifft!... bleibe ich ſtets derſelbe; die Fröhlichkeit iſt der Reichthum armer Teufel, wie wir... Du weißt, ich ſang auch, wenn's ins Feuer ging... Man hat uns, warte, wie heißen ſie's doch!... abgedankt!... Ja, ja, den Laufpaß gegeben!... anſtatt braver Soldaten ſind wir jetzt Landſtreicher geworden!... Was thut's, man muß ſich drein ſchicken, wir haben uns übrigens ſtets gut aufgeführt, und wenn es darauf ankömmt, noch mal das Vaterland zu vertheidigen, ſind wir wieder die erſten!— Gewiß! aber wovon inzwiſchen leben?— Wie die andern, von der Arbeit.— Mein armer Sansſouci, wie viele leben im Ueberfluſſe, ohne die geringſte Mühe, während Andere mit dem beſten Willen nicht ſo viel Arbeit finden, ihr Leben zu friſten.— Ahl bah! Du ſiehſt Alles ſchwarz!— Iſt Deine Reiſe nicht glücklich geweſen? Du hatteſt ja Deine Gründe, in dieſe Gegend zu gehen.— O, ich habe mehr gefunden, als ich dachte!— Und Du


