ſeiner Ehre auf der Bruſt trägt, ſoll nicht ein Ge⸗ genſtand des Mitleids für Andere werden.
Jakob heftete ſeine Augen auf das theure Ehren⸗ kreuz und dachte an den Tag, wo ſein Oberſt es ihm an die Bruſt ſteckte; er erinnerte ſich der Schlach⸗ ten, denen er beigewohnt, ſah ſich auf dem Schlacht⸗
felde, von ſeinen Kriegskameraden umgeben, wie er
gegen den Feind anrückte; dieſe Erinnerungen des Ruhms richteten ſeine niedergebeugte Seele wieder auf, und er vergaß darüber ſeinen Verdruß und die Hartherzigkeit ſeines Bruders.
Bald darauf ſchritt ein junger Mann, ungefähr wie Jakob gekleidet, deſſen Geſicht aber von Frohſinn ſtrahlte, und weder Betrübniß noch Mangel verrieth, einen Marſch pfeifend und mit einem Stöckchen den Takt dazu rechts und links auf die Fliederbüſche am Wege ſchlagend, einen Hügel herab dem Platz zu, wo Jakob war.
„Pfui Teufel! ruft er, indem er einen Augenblick ſtehen blieb und nach allen Seiten umherſchaute,... nicht einen Flaſchenſtöpſel... nicht die ſchlechteſte Kneipe zu finden! Donner und Wetter, habe ich mich denn verirrt?... nirgends ein Dorf zu ſehen
. und doch habe ich hölliſchen Durſt... meinet⸗ halben auch, nur vorwärts!“
Und er beginnt wieder zu ſingen:
Ich habe von meiner Nanette Ihr niedliche Füßchen geſehen! Bald werd' ich noch weiter, ich wette—
„ 2. 2..
—x


