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ruhig; die Landleute, beſchäftigt mit ihren Feldarbeiten, belebten allein die Landſchaft; Jakob legte ſich unter einem Nußbaum auf dem Raſen nieder und gedachte der Unterredung mit ſeinem Bruder.
Weil ich arm ausſehe, behandelt er mich mit Verachtung! Weil ich einen Bart trage, hat er nicht den Muth, mich mit ſeiner Frau bekannt zu machen! Er bietet mir Gold an, will aber nicht, daß ich bei ihm bleibe! Behandelt man ſo einen Bruder 2... Warum dieſer Ton der Verächtlichkeit? Habe ich den Namen meines Vaters entehrt?... Wenn auch mein Betragen nicht fein und abgeſchliffen iſt, ſo iſt meine Sprache doch offen und mein Gewiſſen rein. Ich kann arm und unglücklich ſein, aber nie werde ich eine Handlung begehen, deren ich mich ſchämen müßte ... Ich habe Thorheiten begangen, manche Jugend⸗ ſtreiche gemacht... das iſt wahr, aber ich habe mir keine ehrenrührige Fehler vorzuwerfen... und was ich hier auf meiner Bruſt trage, ſichert mich vor jedem Verdacht, ſowie vor jeder Verſuchung des Böſen.“
Jakob öffnete dabei ſeinen Oberrock und betrachtete mit Stolz ein Kreuz der Ehrenlegion, das an einer alten Uniformsweſte befeſtigt war. Dieſer Lohn ſeiner Bravour war ſein einziger Troſt, und doch verbarg er dieſe Dekoration, weil er ſeit ein paar Tagen ſich genöthigt ſah, die Gaſtfreundſchaft der Landleute in Anſpruch zu nehmen, und, da ſie nicht immer zu
gaſtfreundlich ſind, ſein Kreuz keiner Demüthigung ausſetzen wollte. Er hatte Recht. Wer ein Unterpfand


