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dem Feld umher und ruft laut:„Jakob! mein Bruder! aber zu ſpät, Jakob iſt ſchon weit fort, und das Rufen ſeines Bruders vernimmt er nicht mehr. Er kehrt betrübt nach dem Garten zurück und verſchließt die Gitterthüre.—„Ol er wird wieder kommen, denkt er, er iſt ein Hitzkopf, der leicht auf⸗ fährt! Ich glaube indeſſen nicht, ihn beleidigt zu haben... ich bot ihm Gold an... er ſchien es doch nöthig zu haben und ich ſehe nicht ein, wie er das übel nehmen kann. Ich gab ihm zu verſtehen, daß ſeine Kleidung, ſein Betragen nicht in feine Zirkel paſſe.. Hatte ich darin ſo Unrecht? kann ich meiner Frau, meiner Schwiegermutter mit gutem Gewiſſen einen Menſchen vorſtellen, der wie ein entlaufener Sträfling ausſieht... o, ich müßte mich ja zu Tode ſchämen; und das zwei Tage nach meiner Hochzeit!... mit dem Gelde, das ich ihm bot, hätte er ſich an⸗ ſtändiger kleiden können!... aber nein! er will ja ſeinen Bart nicht ablegen; nun, wie's ihm gefällt! ich habe gethan, was ich mußte.“ Eduard ſucht ſich zu überreden, daß er recht ge⸗ handelt habe, und geſteht ſich nicht, daß ſein kaltes und befangenes Benehmen ſeinen Bruder gekränkt haben könne; aber eine geheime Stimme in ſeinem Innern wirft ihm ſein Unrecht vor; unzufrieden mit ſich ſelbſt, unruhig über die Folgen dieſes Ereigniſſes ſteigt er in ſein Cabriolet und verläßt das Dorf, ohne dem Hauswärter irgend eine Weiſung zu ertheilen. Unterwegs beſinnt er ſich lange, was er zu Hauſe ſagen ſoll, endlich entſchließt er ſich, ſeiner Frau und


