Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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hier im Dorfe, wie ich glaube. Ja, einen Kame⸗ raden, einen Freund erwarte ich.

Jakob legte auf das Wort Freund einen beſon⸗ dern Ton und ſah gleichſam mit verächtlichem Mit⸗ leid im Auge auf ſeinen Bruder.

Nun, ich muß eilen, wir werden uns bald wie⸗ derſehen, hoffe ich... indeſſen... da nimm dies hier von der Hand...

Bei dieſen Worten zieht Eduard ſeine Börſe, die etwa zehn Louisd'ors enthielt und bietet ſie ſeinem Bruder mit zitternden Händen an; aber Jakob ſtößt ſie voll Selbſtgefühl zurück, drückt ſich den Hut ins Geſicht, fährt mit der Hand ſchnell nach der Bruſt, als ob er unter ſeinem Rock etwas verbergen wollte und ſpricht mit kaltem Tone:Behalte Dein Gold, ich bin nicht hergekommen, um Deine Hülfe anzu⸗ rufen, und will nicht der Gegenſtand Deines Mit⸗ leids ſein; ich glaubte einen Bruder wieder zu finden, ich habe mich getäuſcht; ich ſcheine Dir nicht würdig genug, Dein Haus zu betreten... mein Aeußeres, mein Geſicht flößen Dir Abſcheu ein... gut denn... lebe wohl... Du ſollſt mich nicht wiederſehen.

Jakob wirft noch einen zornigen Blick auf ſeinen Bruder und entfernt ſich mit großen Schritten durch die noch offenſtehende Gartenthüre.

Eduard bleibt in ſeiner Unentſchloſſenheit noch einige Augenblicke unbeweglich auf ſeinem Platze ſitzen und ſtarrt mit den Augen nach der Thüre hin, durch die ſein Bruder verſchwand. Endlich ſiegt das Gefühl der Natur; er läuft zur Thüre hinaus, ſieht auf

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