Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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Madame Germeuil, der Schrecken und die Ahnungen der letzteren, die rauhen Manieren und die ärmliche Kleidung Jakobs, worin er gegen ihn ſo ſehr abſticht, das Alles peinigt Eduard, der ohnehin mit ſeinem ſchwachen und unſchlüſſigen Charakter ſich umſonſt bemüht, Eigenliebe und Eitelkeit mit der Bruderliebe in Einklang zu bringen.

An was, der Kuckuk, denkſt Du denn? fragte Jakob ſeinen Bruder, indem er ihn am Arme ſchüt⸗ telte. Ach! ich denke nur nach... es iſt ſchon ſpät.. ich muß nach Paris zurück, wichtige Geſchäfte erfordern dort meine Gegenwart.

Jakob antwortet nichts, aber ſeine Stirne zieht ſich in Falten, und er geht um einige Schritte zurück.

Und Du, Jakob, was treibſt Du denn jetzt? Nichts, erwiderte dieſer ganz trocken und ſah dabei Eduard ſcharf an. Nichts! aber wovon lebſt Du denn? Bis jetzt habe ich noch von Niemanden etwas verlangt... Deine Lage ſcheint nicht die beſte? Sie iſt es auch wahrlich nicht! Aber warum trägſt Du denn ſo einen wüthenden Bart? Ich denke doch, daß Du damit nicht meine Frau be⸗ ſuchen willſt. Mein Bart verläßt mich nicht. Wenn Deine Frau eine Zierpuppe iſt und ſich vor meinem Ausſehen fürchtet, ſo ſei ohne Sorgen, dann wird ſie mich nicht oft zu ſehen bekommen! Du ver⸗ ſtehſt mich falſch... das meine ich nicht damit... aber... ich muß jetzt fort, man erwartet mich in Paris... ich biete es Dir nicht an, jetzt mit mir zu kommen... übrigens erwarteſt Du ja Jemand