Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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8⁵

Schwiegermutter das Zuſammentreffen mit ſeinem Bruder zu verſchweigen, und denkt, es ſei Zeit genug, des Vorfalls zu erwähnen, wenn Jakob ihn beſuchen werde. 4.

Er kommt an: Adeline ſpringt ihm entgegen, macht ihm über ſein langes Ausbleiben Vorwürfe und verlangt die kleinſten Details über ſeine Reiſe.

Alles in Ordnung, ſagt Eduard, der Contrakt unterſchrieben und das Haus unſer. Und Du haſt doch keine ſchlimmen Rencontres gehabt? fragt Ade⸗ line lächelnd. Ei behüte, wie Du ſiehſt. Du haſt das bärtige Geſicht nicht wieder geſehen? fragt Madame Germeuil. Nein, auch nicht. Dann iſt es gut, denn in der That, der Kerl ſah aus wie ein Räuberhauptmann, und ich geſtehe Dir, ich möchte ihm nicht wieder begegnen.

Eduard wird ſchamroth; ſein Bruder, heißt es, gleiche einem Räuber; dieſer Gedanke bringt ihn in Verlegenheit, er glaubt ſein Geheimniß verrathen und hat kaum den Muth, die Augen aufzuſchlagen. Die Liebkoſungen ſeiner Frau zerſtreuen jedoch einiger⸗ maßen ſeine Unruhe.

Aber was iſt Dir denn, lieber Mann, Du ſcheinſt ſo in Gedanken vertieft, nicht ganz heiter? ſpricht Adeline. O nichts, liebe Adeline, die lange Tren⸗ nung von Dir iſt mein einziger Kummer geweſen. Liebſter Eduard! möchteſt Du immer ſo geſinnt ſein, dann werden wir uns nie trennen. Nun, und wann ziehen wir nach unſerem Landhauſe? Ich denke in acht Tagen. Acht Tage, das iſt noch lange hin!