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Sie mich ſchon geſtern bemerkten.— Es iſt mir ſehr lieb, Sie heute wieder gefunden und die Unart der Leute wieder gut gemacht zu haben.— Meiner Treu, es iſt ein bloßer Zufall; wartete ich nicht auf einen Kameraden, der mich hier im Dorfe abholen will, ſo wäre ich wahrſcheinlich nicht mehr hier.— Ah, Sie erwarten einen Kameraden.— Ja, mein Herr!“
Eduard ſchweigt einen Augenblick ſtill, indem er über die Worte des Unbekannten nachſinnt; dieſer hebt endlich wieder an.—„Entſchuldigen Sie, mein Herr, wenn ich mir eine Frage erlaube; wie geht es zu, daß der alte Spitzbube von Eigenthümer Ihnen ſeine Gartenſchlüſſel anvertraut?— Dies Grundſtück gehört nicht mehr Herrn Renare, denn er hat es heute an mich verkauft.— Verkauft! Ach, bei Gott, hierüber bin ich ſehr erfreut, es that mir wehe, dieſe Beſitzung in den Klauen jenes Schurken zu wiſſen. — Sie nehmen alſo viel Antheil daran?— Aller⸗ dings, denn ich brachte hier einen Theil meiner Jugendjahre zu.— Sie?— Ja, ich.“
Eduard betrachtet den Fremden mit größter Auf⸗ merkſamkeit; ein unklarer Verdacht, ein geheimes Vor⸗ gefühl bringen ſein Herz in Aufregung. Er ſieht jetzt erſt, daß der Fremde noch jung iſt, und daß nur Strapazen ſeine Züge gealtert haben und die Sonne ſeinen Teint gebräunt hat; er wünſcht und fürchtet mehr zu erfahren.
„Ja, mein Herr, fängt der Unbekannte nach einer Pauſe wieder an, in dieſem Hauſe habe ich gewohnt, ich bin zum Theil hier erzogen worden... damals


