Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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verlebte ich hier, bei meinen Eltern, die glückſeligſten Tage... Ich hatte einen liebreichen Vater, einen Bruder!... Alles das habe ich verlaſſen!... und habe verdient, was ich jetzt dafür leide! Sind Ihre Eltern vielleicht todt? fragt Eduard mit angſt⸗ voller Stimme, indem er verſtohlen die Züge und das Aeußere des Mannes näher betrachtet, den er zu erkennen fürchtet. Ja, mein Herr, ſie ſind ge⸗ ſtorben, vielleicht aus Kummer über mich!... Meiner Mutter lag freilich nicht viel an mir, deſto herzlicher liebte mich aber mein Vater!... und nun ſoll ich ihn nicht wiederſehen! Hm! verdammter Trotzkopf, der mich ſo manche Thorheiten begehen ließ! Und Ihr Bruder? Mein Bruder lebt, wie ich in Paris erfuhr; er hat ſich verheirathet... Ich habe ſeine Adreſſe noch nicht erhalten können; aber morgen werde ich ſie bekommen, dann will ich ihn aufſuchen. Der

arme Eduard, er wird ſtaunen, mich wieder zu ſehen!

er glaubt ſicher, ich lebe nicht mehr!

Eduard antwortet nicht, er ſchlägt, ungewiß, was erthun ſoll, die Augen nieder und wagt es nicht, ſich's zu geſtehen, daß es ſein Bruder iſt, der vor ihm ſitzt.

Jakob, denn er war es, überläßt ſich wieder ſeinem Nachdenken; mit der einen Hand ſtreicht er ſeinen Schnurrbart und mit der andern reibt er ſich die Stirne, als wollte er neue Gedanken faſſen; Eduard iſt unbeweglich und ſtumm; ſeine Augen fixiren dann und wann den Freund ſeiner Kindheit, aber der grobe Ueberrock, die alten Stiefel und hauptſächlich der