waren; die ſchönſten Akazienbäume, die freilich nur Schatten gaben, hatte er abhauen laſſen und ſie durch Obſtbäume erſetzt. Statt des Buchsbaumes, womit ſonſt die Gänge eingefaßt waren, fand er Peterſilie und Greſſe, und in den Gebüſchen, die früher von Flieder und Roſen dufteten, roch man nur Körbel und Zwiebeln.
„Hier wird es viel zu thun geben, ſagt Eduard, über Renart's Knauſerei lächelnd; in acht Tagen ſchon ſoll das Alles anders ſein, bis auf die Aka⸗ zien, an denen ich ſonſt meine Schaukel befeſtigte!... wie glücklich bin ich doch einſt hier geweſen!“
Er näherte ſich jetzt der Gitterthüre.„Es ſcheint doch, als zeige ſich der furchtbare Kopf, der meine Dame ſo erſchreckte, nicht alle Tage,“ ſagte er, und wollte eben den Schlüſſel ins Schlüſſelloch ſtecken, als plötzlich das ſchnurrbärtige Geſicht über der zer⸗ brochenen Latte wieder vor ſeinen Augen erſcheint.
Eduard bleibt betroffen ſtehen und fühlt ſein Herz heftig ſchlagen; er ſammelt ſich jedoch bald wieder. —„Was ſuchen Sie hier, fragt er den Unbekannten, und warum halten Sie ſich immer hinter dieſer Thüre auf, Ihre Augen nach dem Garten gerichtet?— Nichts ſuche ich, antwortete der Fremde in ſtarkem und rauhem Tone. Ich betrachte nur den Garten, weil er mir gefällt, und blicke hier durch das Gitter, weil man mir den Eintritt nicht geſtattet.— Wenn Sie ſonſt nichts verlangen, ſo können Sie Ihren Wunſch befriedigen. Treten Sie ein, nichts ſoll Sie jetzt daran hindern.“


