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und Beide ſind ſo einig, daß ein jedes dem andern das Recht gern überläßt, das Hausregiment zu führen. 4
Die jungen Eheleute kamen gerade auf einen höchſt intereſſanten Artikel des ehelichen Glücks; ſie dachten an die Kinder, die ſie bekommen würden, an ihre Erziehung und den Stand, den ſie dereinſt wäh⸗ len ſollten, als es leiſe an die Thüre ihres Zimmers
klopfte.
Es war Madame Germeuil, die nicht länger warten konnte, ihre Tochter zu umarmen, und in
ihren Augen das Glück ihres Herzens zu leſen. Welch
ſeliges Schauſpiel für eine Mutter!... das ſie an dieſelbe Epoche ihres Lebens erinnert.
Adeline drückt ſie erröthend an ihr Herz, die gute Mutter kündigt ihnen an, daß das Frühſtück ſie er⸗ warte, und das Frühſtück iſt eine weſentliche Sache nach der Hochzeit. Die junge Frau nimmt indeſſen nur wenig zu ſich; ſie iſt zu voll von Gedanken, um Appetit zu haben; die Ideen, die ihren Kopf durch⸗ kreuzen, reichen hin, um jedes Bedürfniß zu ent⸗ fernen; mit dem jungen Ehemann iſt es aber anders, er ißt nicht, ſondern er ſchlingt! Ein neuer Beweis, daß die Männer nicht wie Frauen lieben, da dieſelbe Urſache nicht denſelben Erfolg hat.
Während des Frühſtücks machen die jungen Leute ihre Mutter mit ihren Plänen bekannt. Madame Germeuil wundert ſich nicht wenig über die Neuig⸗ keit, daß Eduard ſeine Anſtellung aufzugeben gedenkt. Sie will einige Gegenvorſtellungen machen, ſie ver⸗


