40 leſen den Anzeiger... wir fragen Mama um Rath.
— Ganz gut, mein Lieber!— Werden wir oft Ge⸗
ſellſchaft bei uns ſehen?— Wie Du wünſcheſt, lieber
Eduard!— Liebe Frau, das iſt ganz Deine Sache.
— Nun! dann lieber weniger Geſellſchaften, denn ſie würden uns verhindern, beiſammen zu ſein, allein mit einander ſpazieren zu gehen, und ich fühle, das würde mich ſchmerzen.— Wie liebenswürdig Du biſt! Nur einige gute Freunde laden wir dann und wann ein,.. die Deiner Mutter zum Beiſpiel.— Ja, ſehr ſchön! des Morgens gehen wir in den Garten; denn einen Garten müſſen wir haben, nicht wahr?— O, das verſteht ſich.— Einen großen Garten mit Alleen und Lauben.— Ach, Du denkſt ſchon an Lau⸗ ben!— Aergert Dich das, mein Freund?“
Statt aller Antwort ſchließt er ſie in ſeine Arme, drückt ſie an ſein Herz, empfängt ihre Liebkoſungen, und die Unterhaltung iſt einige Augenblicke lang unter⸗ brochen.
Alſo einen großen Garten werden wir haben mit dichten Gebüſchen und Laubengängen, knüpft Eduard das Geſpräch wieder an.— Ja gewiß, mein Einzi⸗ ger, erwiderte hierauf Adeline mit zärtlichem Lächeln und die Augen verſchämt niederſchlagend...— Abends durchſtreifen wir die Gegend, tanzen mit den Land⸗ leuten, oder machen eine Partie mit unſern Nachbarn, wenn ſchlechtes Wetter iſt... iſt es ſo recht?— Ja gewiß! mein Theuerſter, das iſt allerliebſt.“
Die zärtliche Adeline iſt immer der Meinung ihres lieben Gemahls; Eduard will keinen Willen haben,


