22
„Mein Herr!... mein Herr! es iſt ja noch nicht aus,“ ruft ſie Belcour nach; dieſer thut, als höre er nichts, und ſchon befindet er ſich an der Thüre des Saals, als ſie ihn einholt und feſthält.
„Aber, mein Herr, was machen Sie denn?... hören Sie denn nicht die Muſik?... ach! es iſt ein Kehraus... Kommen Sie geſchwind.— Madame, ich bitte tauſendmal um Entſchuldigung, aber ich glaubte...— Es iſt ein Kehraus, mein Herr, dieſen Tanz liebe ich wahnſinnig!— Madame, es iſt mir nicht wohl, und...— Sie ſollen nur meine eng⸗ liſchen Pas ſehen, die ſchon oft gefallen haben.— Madame, ich muß etwas Luft ſchöpfen...— Auch mein Mann war ſtark darin, kommen Sie doch nur... — Aber Madame...“.
Vergebens wehrt Belcour ſie von ſich ab, ſie läßt nicht nach, und ohne auf ſeine Entſchuldigungen zu hören, zieht ſie ihn zum Tanz zurück. Er ſieht, daß ein längeres Sträuben das Lächerliche ſeiner Lage nur noch mehr vermehren würde, gibt endlich nach und erſcheint wieder unter den Tänzern. Die Menge der Neugierigen macht eifrigſt dem Paare Platz, das Aller Blicke auf ſich zieht..
Das Zeichen iſt gegeben... der Tanz beginnt... Die Herren chaſſiren rechts, die Damen links; Ma⸗ dame Volenville iſt die Erſte: mit welchem Eifer ſchwebt ſie den Tänzern entgegen, und chaſſirt ſie mit dem Vortänzer zurück: der Schweiß läuft ihr über die Stirne und verwiſcht die Schminke; zwei Schönpfläſterchen ſind, von den Schweißtropfen ge⸗


