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„Ich habe den Ausſchlag bekommen, ſagte mir geſtern ein junger Mann, weil der Schuhmacher einer meiner Freundinnen ſeine Brille verloren hat. In welcher Beziehung, frug ich, ſteht Ihr Ausſchlag mit der Brille eines Schuhmachers? Das will ich Ihnen erklären. Die Dame hatte mir zugeſagt, eines Abends mit mir bei einer Bekannten muſiciren zu wollen; am Morgen erwartet ſie ein Paar Roſaſchuhe, um ſie Abends anzuziehen; der Schuhmacher zerbricht am Tage, wo er das Maaß genommen, ſeine Brille, und als der Schuhmacher die Schuhe bringt, ſind ſie zu klein. Man zwingt ſich trotz dem gewaltigen Drücken ſie anzuziehen, denn der Schuhmacher ver⸗ ſichert, daß ſie ſich ausweiten würden; die Damen wollen überdies gern kleine Füße haben. Sie geht damit aus, muß aber hinken; auf dem Boulevard, in Gegenwart mehrer guten Freundinnen, will man ſich nichts merken laſſen und zwingt ſich, leicht ein⸗ herzuſchreiten; der Fuß erhitzt ſich dadurch und ſchwillt an, gewaltige Schmerzen entſtehen hievon und man iſt zuletzt gezwungen, wieder nach Hauſe zu gehen. Hier wirft man die Schuhe weg, und bekommt ſo leidende Füße, daß man acht Tage lang zu Hauſe bleiben muß. Ich, der ich von dieſem ganzen Her⸗ gang nichts weiß, begebe mich an den Ort des Ren⸗ dezvous; meine Virtuoſin iſt aber nicht da, nur die Wirthin; ſie iſt zwar höchſt liebenswürdig, aber vierzig Jahre alt. Ich habe Langeweile, werde un⸗ geduldig und gehe nach einer Stunde vergeblichen Harrens wieder fort, ohne zu wiſſen, wo ich den


