Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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rament. Eduard,, gefällig, brachte gern ſeine Zeit bei der uͤhig zu, Jakob lär⸗ mend, muthwillig und heftig, konnte auf einer Stelle nicht ausdauern und kehrte das Oberſte zu unterſt.

Eduard lernte leicht, Jakob warf Bücher und Federn in's Feuer und machte ſich Drachen und höl⸗ zerne Säbel.

Im ſechzehnten Jahre ging Eduard mit ſeinen Eltern in Geſellſchaft, konnte ſchon an der Unterhal⸗ tung Theil nehmen und einem hübſchen Mädchen freundlich zulächeln; Jakob dagegen verließ im fünf⸗ zehnten Jahre das väterliche Haus und verſchwand, ohne eine Zeile oder eine Andeutung zurückzulaſſen, die über ſeine Pläne oder ſeinen Reiſezweck irgend einen Aufſchluß gegeben hätte. Man veranſtaltete alle möglichen Nachforſchungen, man ſchrieb ſein Signalement in öffentlichen Blättern aus; aber man konnte nichts von ihm erfahren, denn er ließ kein Wort von ſich hören.

Herr Murville bekümmerte ſich ſehr über die Flucht des jungen Strolchen; ſelbſt Madame Muroille fühlte, daß ſie Mutter ſei, daß man Jakob heißen und doch ihr Sohn ſein könne; ſie bereute ihr ungerechtes Vorurtheil, aber zu ſpät der unglückliche Name hatte bereits gewirkt!... er hatte dem Sohne das Mutterherz verſchloſſen, er hatte ihm des Bruders Neckereien zugezogen, und alles dies hatte ſicher den Jungen aus dem Vaterhauſe fortgetrieben. Wer konnte

es wiſſen... wie ſeltſam wirken nicht oftmals an

ſich unbedeutende Umſtände auf das Menſchenleben ein!