die Pathenſtelle be e zu vertreten wünſche. Dieſer Freund war ich, man war ihm über⸗ dies beſonders verbindlich und man konnte deßhalb ſein freundſchaftliches Anerbieten nicht zurückweiſen. Er hielt das Kind über die Taufe und zum größten Aerger der Mutter gab er ihm den Namen Jakob.
Obſchon Jakob ein Name, wie jeder andere iſt, ſo klingt er doch nicht beſonders harmoniſch und ver⸗ letzte das zarte Ohr der Madame Murville in dem Grade, daß ſie ihn nur für Bediente, Savoyarden und Eckenſtehern paſſend, und daher es abſcheulich fand, ihren Sohn ſo nennen zu müſſen. Vergebens bemühte ſich ihr Mann, ſie zur Vernunft zu bringen; er citirte ihr die Geſchichte Schottlands, wo ſo viele Jakobe auf dem Thron waren; aber nichts deſto we⸗ niger konnte ſie dieſen Namen nicht ohne Seufzer über die Lippe bringen.
Uebrigens war nicht daran zu denken, ihn zu ver⸗ ändern, denn der Pathe, der natürlich auch Jakob hieß, beſuchte ſeinen kleinen Schützling oft, und es würde ihn ſehr beleidigt haben, ihn anders nennen zu hören.
Der kleine Weltbürger behielt alſo zum Krosin Verdruß der Frau Murville den Namen Jakob. Was nun Eduard anbelangt, ſo nannte er, ſei es aus Bosheit, oder weil er den Namen komiſch fand, ſeinen Bruder Jakob jeden Augenblick, und hatte er Unarten begangen, ſo wußte er ſeinen Bruder Jakob als Sündenbock hinzuſchieben.
Beide Brüder hatten ein ſehr verſchiedenes Tempe⸗


