Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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ein Jahr jünger als C ihre Zärtlichkeit nicht g g auf beide Söhne vertheilt; Eduard war ihr bevorzugter Liebling. Ein ſcheinbar ganz unweſentlicher Umſtand hatte auf das Muttergefühl der Madame Murville eingewirkt; ſie war nichts weniger als geiſtreich, aber ſehr eitel, und hielt daher viel auf alle Kleinigkeiten und Spielereien, welche im geſelligen Verkehr oft als ſehr wichtig gelten. Bei ihrer erſten Niederkunft brachte ſie ihr bischen Verſtand auf die Folter, um für ihr Kind einen Namen ausfindig zu machen, der nicht nur wohlklingend, ſondern auch ſelten wäre. Nach langem Debattiren und Ueberlegen entſchloß ſie ſich endlich zu Eduard für einen Knaben und Celance für ein Mädchen; Herr Murville hatte ihr darin völlig freie Wahl gelaſſen.

Das Erſtgeborne war ein Knabe; er erhielt den Namen Eduard und zugleich die ganze mütterliche Liebe. Als ſie zum zweiten Mal niederkommen ſollte, war ſie feſt überzeugt, daß ſie die Welt mit einer kleinen niedlichen Celance beglücken würde, denn die Geburt eines Mädchens war ihr höchſter Wunſch, aber nach langen Leiden gebar ſie einen kräftigen Knaben.

Man kann ſich's leicht vorſtellen, daß dieſer nicht ſo empfangen wurde, wie der erſtgeborene; auch war, da man auf keinen Knaben gerechnet hatte, für keinen Namen zuvor geſorgt worden. Allein diesmal würde auch alles Grübeln unnütz geweſen ſein) denn Herr Murville that ſeiner Frau kund, daß einer ſeiner Freunde