Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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ſelbſt wenn unſer Kapitel mit unſrer Erzählung in gar keiner Verbindung ſtände, was ja nicht unmöglich wäre, denn dergleichen liest man zuweilen.

Beginnen wir mit den Neuvermählten.

Eduard Murville, fünfundzwanzig Jahre alt, iſt von mittlerer Statur, aber guter Haltung; ſeine Geſichtszüge ſind angenehm, ſeine Stimme iſt ſanft, ſein Benehmen verräth Bildung. Er hat viel Talent für das geſellige Leben, ſpielt die Violine ziemlich gut, ſingt mit Geſchmack und tanzt mit Anſtand; er weiß für ſich einzunehmen, hat den Takt der vor⸗ nehmen Welt und weiß ein Geſellſchaftszimmer zu betreten und wieder zu verlaſſen, was, beiläufig ge⸗ ſagt, bei weitem nicht ſo leicht iſt, als ihr vielleicht glaubt. Was? höre ich meine Leſer ſagen, glaubt denn dieſer Mann, daß wir nicht zu gehen, zu grüßen und uns mit Anſtand vorzuſtellen wiſſen? Ach, es ſei fern von mir, über die im Tanzen ausgezeichnetſte Nation ein ſolches Urtheil zu fällen; aber überall gibts Nüancen, und gerade dieſe Nüancen veranlaſſen mich zu ſolchen Bemerkungen. Eine ſehr geiftreiche, aber etwas ſatyriſche Frau, neben der ich kürzlich im Salon eines Finanziers ſaß, machte mir hierüber ihre Bemerkungen, die ſich faſt alle beſtätigten.

Beobachten Sie einmal, ſagte ſie, mit mir all die Perſonen, die in den Salon eintreten werder. ich wette, ich errathe ihren Charakter und ihr Ge⸗ müth aus der Art und Weiſe, wie ſie ſich vorſtellen. Betrachten Sie doch jene große Dame, die dort durch die Geſellſchaft einherſchreitet, ohne ſie nur eines