Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

1⁰4 hatte, welche die Anſprache der Fräulein Derbrouck

auswieſen, in die Straße Saint⸗Dominique, im Fau⸗

bourg Saint⸗Germain, zu der Herzogin von Delmas. Prosper trat in den Hof eines alten Hotels, welches ſtolz ſchien, nach ſo vielen Revolutionen noch daſſelbe zu ſein; ein Schweizer hielt ihn an, indem er ihn in einem Kauderwälſch, welches fremd klingen ſollte, übrigens aber bloß lächerlich war, fragte: „Wo wollen Sie hin.. potz Sapperment?“ Prosper betrachtete den vorgeblichen Schweizer, der eine ungeheure ſchwarze Perücke und einen dicken Schnurbart hatte, der ihm die Häffte des Geſichtes bedeckte; die falſchen Augen dieſes Menſchen machten einen widerlichen Eindruck auf ihn, und er antwor⸗

tete ſchnell:„Ich wünſche mit der Frau Herzogin

von Delmas zu ſprechen.“

„Die Frau Herzogin läßt noch Niemand vor ... Mein Gott!— Das iſt ein Schweizer, der Franzöſiſch ſpricht, wie eine Pariſer Küchenmagd! ſprach Prosper bei ſich, und wollte wieder fortgehen, da fiel es ihm ein, demſelben ſeine Karte zu geben, indem er ſagte:„Wollen Sie ſo gut ſein und der

Frau Herzogin ſagen, daß die Perſon, deren Namen hier auf der Karte ſteht, ſie bitten laſſe, ihr gnädigſt einen Augenblick Gehör zu ſchenken.“

Nachdem der Portier einen Blick auf die Karte geworfen hatte, machte er eine krampfhafte Bewegung

und wendete raſch das Geſicht ab; Prosper entfernte

ſich mit den Worten:„Ich werde in zwei Stunden wiederkommen.“