Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

18

Nach einer Weile verabſchiedeten ſich Roger und ſein Freund von dem General; dieſer reichte Prosper die Hand und ſprach:„Sie gehören zu den Män⸗ nern, die mir gefallen... Sie ſind ſo recht nach meiner Art. Solche ſind mir lieber wie die Stutzer und Zierbengel!... Wenn Sie ſich öfters bei mir einfinden wollen, ſo machen Sie mir ein Vergnügen und meiner Frau auch, nicht wahr, Johanna?“

Jeannette lächelte nur und verbeugte ſich. Prosper ging mit dem Oberſt weg; er bedankte ſich bei die⸗ ſem für den angenehmen Abend, welchen er ihm ver⸗ ſchafft hatte, hielt es aber für überflüſſig, ihm das Verhältniß mitzutheilen, das ehemals zwiſchen ihm und der Generalin beſtanden.

An dem auf dieſen Abend folgenden Morgen war es kaum ſechs Uhr in der Frühe, Prosper ſchlief noch, als ihn ſein Bedienter, der ihn am Arme ſchüttelte, weckte und zu ihm ſagte:„Verzeihen Sie, Herr, wenn ich Sie aufwecke... aber da hat ein Livree⸗Bedienter, ein Jäger, glaube ich, einen Brief gebracht und geſagt, ich müſſe ihn durchaus plötzlich übergeben.“

Prosper rieb ſich die Augen, nahm den Brief und las Folgendes:„Ich erwarte Sie um halb ſieben Uhr am Maeillot⸗Thore; ich werde meine Piſtolen bei mir haben, verſehen Sie ſich mit den Ihrigen, wenn Sie wollen. Es iſt überflüſſig, Ihnen den Grund dieſes Zweikampfes anzugeben, er wird Ihnen von ſelbſt einleuchten. Sie ſind tapfer, ich auch; wir brauchen keine Sekundanten. Nur mein Bedienter