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ſchenkte ihm nicht mehr Aufmerkſamkeit als den An⸗
dern; aber er machte mir den Vorſchlag, mich zu
heirathen, und ich willigte ein, nachdem ich im
jedoch zuvor geſtanden hatte, daß ich ſchon Einen von ganzer Seele geliebt habe. Allein dieſes frei⸗ müthige Geſtändniß vermehrte die Liebe des Haupt⸗ manns noch. Jetzt iſt mein Mann General geworden, und hat mich immer noch gleich lieb; und ich werde nie vergeſſen, was ich ihm ſchuldig bin. Ich werde ihm treu bleiben, weil es meine Pflicht iſt. Aber ich darf mich wohl freuen, Sie wiederzuſehen und zu Ihnen ſagen: Küſſen Sie mich, denn es kann kein Unrecht darin liegen, einen alten Freund zu küſſen.“
Mit dieſen Worten neigte Jeannette ihr Angeſicht gegen Prosper, der ſie von ganzem Herzen küßte. Ein leiſes Geräuſch, als ob ſich Schritte entfernten, ließ ſich hierauf vernehmen; Jeannette erhob ſich und ſagte:„Ich meine, man habe uns belauſcht... Wir wollen daher wieder in den Saal zurück, mein lieber Prosper, denn ſeit ich in die großen Geſellſchaften komme, habe ich erfahren, daß man in den unſchul⸗
digſten Dingen ein Unrecht ſieht, und man ſoll nicht
bemerken, daß wir eine heimliche Unterredung hatten ... doch von nun an werde ich ganz glücklich ſein, denn ich habe Sie wieder gefunden, Sie geküßt, und hoffe Sie in Zukunft öfters zu ſehen.“. Jeannette und Prosper trennten ſich. Der Letztere kehrte durch das Muſikzimmer in den Saal zurück, und die Generalin erſchien ebenfalls bald wieder von einer andern Seite. Paul de Kock. XVIII. 2
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