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denn bei mir, Jeannette, hätten Sie die Stellung nicht erlangt, die Sie jetzt einnehmen.“
„Werden Sie nicht böſe.. ich wollte Ihnen keine Vorwürfe machen... obgleich ich damals recht un⸗ glücklich war. Hören Sie mich an; in wenig Worten ſollen Sie meine Lebensgeſchichte erfahren. Als ich Sie auf der Heerſtraße verließ, kehrte ich nicht mehr zu Herrn Durouleau zurück, dazu war ich feſt ent⸗ ſchloſſen. Ich lief lange Zeit plan⸗ und ausſichtslos umher; plötzlich kam mir ein Gedanke; ich dachte: Wenn die Geliebte eines jungen Mannes treulos wurde, ſo zieht er in's Feld, um ſeine Liebe zu ver⸗ geſſen; wohlan! ich will guch in's Feld ziehen; ich
marſchirte, bis ich auf ein franzöſiſches Armeecorps ſtieß; dann ſchaffte ich mir an, was zu meinem neuen Stande gehörte und wurde Markedenterin. In die⸗ ſer Lage, können Sie ſich wohl denken, machte ich Eroberungen, und hatte Hofmacher genug... denn ich war hübſch, obgleich Sie das nicht beachteten... allein, ich gab Keinem Gehör, und dachte immer an Sie zurück... ſo daß ich, von Liebhabern umringt, doch tugendhaft blieb; eine Frau kann es immer bleiben, wenn ſie nur will, gleich wie ſie, trotz aller Vorſicht, womit man ſie umgibt, um ſich ihrer Tugend zu verſichern, das Gegentheil thun kann. Der Ruf meiner Tugend erwarb mir die Achtung der Offiziere in der Armee; kurz, Herr Bloumann, welcher da⸗ mals Hauptmann war, verliehte ſich in mich. Ich
werde kein Soldat, aber eine Markedenterin. Mein Plan war gefaßt, ich machte mich auf den Weg und †


