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die mir ſehr nahe geht, um Rath zu befragen; denn Maximus zankt mich und predigt mir immer. Die mir anvertraute Waiſe, Pauline Derbrouck, iſt jetzt achtzehn Jahre alt, herangewachſen und voll Reize und Anmuth; überdies hat ſie ein gutes Herz und alle Eigenſchaften, welche ein Frauenzimmer ſchätzbar
machen. Ich thue mein Möglichſtes, um ihr Glück zu
befördern; doch ſeit einiger Zeit wird ſie, wie es mir ſcheint, ſchwermüthig und ihr Lächeln iſt nicht mehr ſo ungezwungen wie früher... In ihrem Alter werden in den jungen Mädchen neue Gedanken, neue Wünſche rege; ich meine daher, ich müſſe ſie ver⸗ heirathen, und das wäre gewiß das Mittel zur Rück⸗ kehr ihres Frohſinnes.“
„Ein junges Mädchen zu verheirathen, ſcheint mir ein ganz richtiger Gedanke, entgegnete Roger, ſich auf einem Lehnſtuhle ausſtreckend; aber was ſoll ich in dieſer Angelegenheit thun? Willſt Du mir Fräu⸗ lein Derbrouck zur Ehe vorſchlagen? Sie iſt unſtrei⸗ tig hübſch und liebenswürdig, und verdient die Liebe eines Mannes; aber, lieber Freund, ich bin zwanzig Jahre älter als ſie, und obgleich man im achtund⸗ dreißigſten Jahre noch einen vollkommenen Liebhaber abgeben kann, ſo tauge ich doch gar nichts mehrl.. Meine Feldzüge haben mich ermattet und meine Wun⸗ den übel zugerichtet; und wenn ich einem Frauen⸗ zimmer den Hof machen ſollte, würde ich mich be⸗ nehmen wie ein Rekrute!... Nein, ich finde keinen Geſchmack am Eheſtand! Lieber will ich meine Pfeife rauchen, bei einem Glas Champagner, mit Freunden


