Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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man vermuthete, ſeine Frau werde ihm einen Ver⸗ weis gegeben haben, weil er ſich erlaubt, ohne ſie in der Stadt zu eſſen; allein es machte Prosper gro⸗ ßes Vergnügen, daß er nicht mehr von Euphraſia ſprechen hörte, die ohne Zweifel darüber geärgert war, daß er ſie nicht mehr beſucht hatte. Es war ihm um ſo lieber, Madame Picotins Beſuch nicht er⸗ halten zu haben, da die Leidenſchaft dieſer Dame für das Militär gar keine Grenze kannte; man war ihr mehrmals auf dem Spaziergang mit einem Regi⸗ mentstambour und ſpäter mit einem Pompier am Arme begegnet.

Es war im Jahr 1811; Pauline hatte ihr acht⸗ zehntes Jahr erreicht; ſie war reizend, nicht ſowohl wegen der Regelmäßigkeit ihrer Geſichtszüge, als wegen dem ſanften und zarten Ausdruck ihrer Phy⸗ ſiognomie, der ihrem Geſichte etwas Melancholiſches verlieh, welches ſie noch intereſſanter machte.

Maximus gab ihr keinen Unterricht mehr, beſuchte ſie aber noch häufig. Er unterhielt ſich gerne über Geſchichte und Philoſophie mit ihr; das richtige Ur⸗ theil und der Geiſt dieſes Mädchens ſprachen ihn an. Und als endlich ein ſchmerzliches, obwohl leicht vor⸗ auszuſehendes Ereigniß eintraf, als Marimus ſeine alte Mutter verlor: da weinte Pauline mit ihm; und um ſeinen Gram zu lindern, ſprachen ſie, ſo oft ſie ihn ſah, von der guten Mutter Bertholin mit⸗ einander.

Viele glauben, man müſſe in unſerer Gegenwart nicht von theuren Weſen ſprechen, die wir verloren