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3 4 8 wenn er an einem Laden vorbeiging, wo er einen hübſchen Stoff oder ein geſchmackvolles Geſchmeide ſah, daſſelbe und brachte es eilig Paulinen, welche ihn wegen ſeiner Freigebigkeit ſchmälte.
„Mein lieber Freund, ſagte ſie zu ihm, Sie geben mir zu viel; Sie verſchwenden zu viel Geld für mich. Ich brauche nicht ſo viel Kleider und Geſchmeide. Bin ich nicht geputzt genug, wenn Sie mich hübſch finden; nicht ganz glücklich, wenn ich bei Ihnen bin?“
Dann drückte Prosper einen Kuß auf die Stirne der Waiſe und ſprach:„Meine theure Freundin, ich wünſche, daß Ihnen dies Alles zu Theil werde, weil Ihre Eltern reich waren; ohne die Begebenheiten der Revolution würden Sie vermöglich ſein und ein prächtiges Gut beſitzen, welches Ihr Vater in der Tourraine gekauft hatte! Da man Sie mir anver⸗ traut hat, ſo muß ich ſo viel als möglich Ihnen das zu erſetzen ſuchen, was Ihnen genommen worden iſt. Abgeſehen davon, glaube ich jedoch Ihnen, wenn ich Ihnen etwas bringe, einen Gefallen zu erweiſen, und es macht mir ſo viel Freude, daß es Unrecht von Ihnen wäre, mich dieſes Glückes zu berauben.“
Wie war es möglich, ein Geſchenk auszuſchlagen, welches auf ſolche Weiſe überreicht wurde! Es gibt Leute, die einer Gabe, durch die Art, womit ſie die⸗ ſelbe darbringen, den Werth benehmen; es gibt da⸗ gegen wieder andere, die eben dadurch den Werth
derſelben verdoppeln.
Picotin war ſeit jenem Tage, wo er ſo tüchtig getafelt hatte, nicht wieder zu Prosper gekommen:


