11 5*
das Stück nicht anfangen, wenn man mir keinen Platz macht.“
Der Lärm, den Prosper in den Gängen verur⸗ ſachte, zog einen Aufſeher her. Der anmaßende Ton des jungen Mannes imponirte, ſein Säbel erſchreckte, und ſein ganzes Weſen ſchüchterte ein. Der Aufſeher ſah eine gemiethete Loge, worin ſich nur drei Damen befanden, er bat ſie um die Erlaubniß, eine wich⸗ tige Perſon von der Regierung zu ihnen herein zu laſſen. Die Damen wagten nicht, ſich zu weigern, und zitterten, als ſie einen jungen, wunderlich aus⸗ ſtaffirten Mann in ihre Loge treten ſahen, deſſen Angeſicht ſchmutzig und feuerroth war(denn der Reiſende hatte keine Zeit genommen, ſich vorher zu reinigen), und der, während er ſich auf ſeinen Säbel ſtützte, immer mit der Hand am Griffe deſſelben ſpielte. 1
Ganz von dem Beweggrund eingenommen, der ihn hergeführt hatte, vergaß Prosper, ſich bei den Damen zu bedanken, die ihm einen Platz in ihrer Loge einräumten; ſchon ſchweiften ſeine Blicke nach allen Richtungen, in der Hoffnung Goulard zu ent⸗ decken, und ſich wenig darum bekümmernd, daß er die allgemeine Aufmerkſamkeit auf ſich zog, ſtützte er ſich, rückſichtslos gegen die beiden die Vorderſitze ein⸗ nehmenden Damen, jeden Augenblick mit dem Arme auf das Vordertheil der Loge und beugte den hal⸗ ben Leib hinaus, um beſſer nach unten und oben um ſich her blicken zu können.
Indeſſen hatte das Trauerſpiel ſeinen Anfang


