genommen; man wollte Talma hören, der anfing einen Ruf zu erlangen, und Monvel, welchem der ſeine gebührte. Prosper machte unaufhörlich bei jeder ſeiner Bewegungen, beim Vorbeugen und Vorliegen ein Geräuſch. Einige Pſt, einige Still wurden hör⸗ bar, aber Prosper achtete nicht darauf, er fuhr fort unruhig zu ſein und ſich zu bewegen, und blickte im Saale umher, ſtatt auf die Bühne hinab. Endlich
ließ eine Stimme folgende Worte vernehmen:„Wird
die rothe Hoſe dort oben nicht bald ruhig ſein?“
Dieſe Stimme drang aus dem Parquet. Prosper, der es gehört hatte, beugte ſich vor und betrachtete mit unverſchämter Miene die Menſchenmaſſe, welche ſich unter ihm befand.
„Ja, mit Dir ſpricht man, Bürger! rief eine andere Stimme. Sei ein bischen ruhig, und laß uns die Tragödie beurtheilen! deßhalb ſind wir herge⸗ gekommen.“
„Und ich bin wegen etwas Anderen hergekommen!
entgegnete Prosper mit drohemden Tone; und der erſte unter euch, beim Teufel! der mich zur Ruhe nöthigen will, hat nur heraufzukommen, dann will ich mit ihm fertig werden.“
Dieſe gegen ein ganzes Publikum gerichtete Dro⸗ hung imponirte der Menge. Man hat ſchon oft Be⸗
weiſe erlebt, daß ein einziger entſchloſſener Mann
ſich ganzen Haufen widerſetzen und ihnen die Stirne bieten konnte; auch hier blieb dieſes ganze von Men⸗ ſchen angefüllte Parterre von Staunen ergriffen über
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den Trotz, den ihm ein Einziger vot; man blickte


