„Ja, aber ich kann das Weinen nicht länger mit anſehen, fiel Prosper ein, laßt uns die Augen aus⸗ wiſchen! Wir kommen von Poupardots, mein lieber Maximus, ſie waren überglücklich, Nachrichten von Dir zu erhalten... Aber Du weißt nicht, wen ich bei ihnen getroffen habe... einen Huſarenhauptmann ... der eben angekommen iſt... Roger...“
„Wäre es möglich! Roger iſt hier?“
„Ei freilich! und Du wirſt ihn morgen ſehen, ſie ſpeiſen Alle bei mir. Ach! wie Schade, daß Deine Mutter nicht dabei ſein kann!“
„Daran müſſen Sie nicht denken, mein lieber Prosper, ſagte die gute Frau; aber ich freue mich ſtets, wenn mein Sohn glücklich iſt, und morgen bin ich entzückt, wenn ich ihn im Kreiſe ſeiner alten Freunde weiß.“
„Und wir trinken auf Ihre Geſundheit, Mutter Bertholin; ol wir vergeſſen Sie nicht.“
Prosper und Pauline verweilten beinahe eine Stunde bei den guten Leuten, und als ſie ſich endlich trennten, geſchah es mit dem Verſprechen, bald wieder zu kommen, denn das junge Mädchen hatte die arme Lahme um Erlaubniß gebeten, ſie öfters beſuchen zu dürfen, und man kann es ſich denken, daß ihr die Mutter Bertholin dies nicht abſchlug.
Prosper führte Paulinen nach Hauſe zurück, wo man bereits Anordnungen für die morgige Mahlzeit
traf. Dann ging er abermals aus, denn er hatte einen Plan gefaßt, und bei ihm war es vom Gedanken bis zur Ausführung nicht weit.


