3 Allein ich wiederhole Ihnen, ich ſpreche nur im All⸗ gemeinen; es gibt immer Ausnahmen. Ich verſichere Sie nochmals meines Dankes. Haben Sie mir ſonſt etwas zu ſagen?“ X Prosper fühlte ſeinen ganzen Muth ſchwinden: der Ton des Grafen war eben nicht Zutrauen er⸗ weckend. Indeſſen flößte ihm der Gedanke an Ca⸗ milla doch Herz ein, und er antwortete, indem er ſeiner Bewegung Herr zu werden ſuchte:„Ja, Herr Graf, nun muß ich auf den Zweck meines Beſuches zurückkommen, denn nicht um Dank zu betteln, bin ich bei Ihnen erſchienen.... Ein anderer... für mich weit wichtigerer Grund...— Reden Sie, mein Herr... ich höre.— Nun denn, Herr Graf, ich muß Ihnen geſtehen, daß, dal ich öfters Gelegenheit hatte, mich in der Nähe Ihrer Fräulein Tochter zu befinden, ich mich nicht erwehren konnte... für die⸗ ſelbe eine Leidenſchaft zu empfinden, die... kurz, ich vin wahnſinnig in Fräulein Camilla verliebt... und komme, Sie um die Hand derſelben zu bitten... Ich bin reich, Herr Graf... Ich habe ungefähr achtzehntauſend Livres Einkünfte... welches zwar allerdings kein großes Vermögen iſt... aber ich bin reich... da ich es durch meine Thätigkeit noch ver⸗ mehren kann... Alles, was ich erwerbe, ſoll das Eigenthum Ihrer Fräulein Tochter... und mein ein⸗ ziger Zweck die Sicherſtellung ihres Glückes ſein.“ Der Graf hatte mit einer bewundernswürdigen Kaltblütigkeit zugehört, nur hatte ſeine Phyſiognomie mehr und mehr einen ſpöttiſchen Ausdruck angenom⸗
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