Teil eines Werkes 
3. Th. (1843)
Entstehung
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Meine Gegenwart ſcheint Sie zu überraſchen, Fräulein, verſetzte Prosper mit bebender Stimme, Sie erwarteten mich alſo nicht?... Sie glaubten demnach, ich könnte Sie vergeſſen! ich könnte leben, ohne Sie wieder zu ſehen und ohne zu wiſſen, wie es Ihnen geht!... Sie hatten verſprochen, mir Nachricht von ſich zu geben... ich habe vergebens gewartet... beinahe zwei Jahre ſind verfloſſen... und nicht ein Wörtchen kam von Ihnen, um meine Sehnſucht zu ſtillen und meinem Herzen etwas Ruhe zu verleihen. Ach! wenn Sie wüßten, was ich ge⸗ litten habe!... Da ich es nicht mehr aushalten konnte, verließ ich Frankreich... Seit ſieben Mona⸗ ten bin ich in London... doch endlich habe ich Sie wieder gefunden... und ſehe Sie wieder... ol ich bin überglücklich! 5

Während Prosper dieſes ſprach, durchdrang Ca⸗ milla eine Bewegung, die ſie zu bemeiſtern ſuchte; indem ſie einen Stuhl nahm, winkte ſie dem jungen Manne, ſich neben ſie zu ſetzen, und entgegnete ihm in minder geſtrengem Ton:Herr Prosper... daß ich Ihnen keine Nachrichten von mir gab, rührt da⸗ her, weil... ich es für meine Pflicht hielt, die Ver⸗ gangenheit gänzlich zu vergeſſen... und Erinnerungen aus meinem Gedächtniſſe zu vertilgen... die allzu peinigend für mich ſind... Ja, meine Vernunft ſagte mir, daß jede Verbindung zwiſchen uns abgebrochen werden müſſe... Glauben Sie nicht, daß mir dieſer Entſchluß leicht war... allein wozu würde unſer Wiederſehen dienen?... Selbſt wenn ich Sie liebte,